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zurück Dienstleistungsangebote zum Stichwort "Hochzeit"

In unserem „kleinen Ratgeber“ verraten wir Ihnen, wie Sie beim Standesamt Wilhelmshaven „unter die Haube“ kommen, ob Ihr Wunschtermin noch frei ist, welche Heiratspapiere Sie benötigen und vieles mehr.

Der unvermeidliche Papierkrieg

Auch für den Start ins Eheglück sind gewisse Formalitäten erforderlich. Der Eheschließung geht deren förmliche Anmeldung (entspricht dem früheren Aufgebotsverfahren) voraus. Bei der Anmeldung der Eheschließung wird insbesondere geprüft, ob evtl. gesetzliche Ehehindernisse bestehen, die dem Heiratswunsch entgegenstehen.

Welche Urkunden und Unterlagen für die Anmeldung der Eheschließung benötigt werden, hängt vom Einzelfall ab, so muss z.B. die Auflösung von Vorehen nachgewiesen werden. Besitzt einer der Verlobten eine ausländische Staatsangehörigkeit, sind zumeist zusätzliche Dokumente (z.B. ein Ehefähigkeitszeugnis) aus dem Heimatstaat notwendig bzw. muss das für den Standesamtsbezirk Wilhelmshaven zuständige Oberlandesgericht Oldenburg hiervon Befreiung erteilen. 

Erkundigen Sie sich deshalb bitte rechtzeitig beim Standesamt, welche Heiratspapiere Sie zur Anmeldung der Eheschließung mitbringen müssen!

Die Anmeldung der Eheschließung

Sobald Sie alle erforderlichen Urkunden und Dokumente besorgt haben, können Sie die Eheschließung anmelden.
 
Auswärtige Paare
Sie haben keinen Wohnsitz in Wilhelmshaven, möchten aber gerne bei uns heiraten?
Wir verraten Ihnen, wie Sie am besten vorgehen, wenn Sie demnächst in Wilhelmshaven „unter die Haube“ kommen möchten, jedoch keinen Haupt- oder Nebenwohnsitz in Wilhelmshaven haben.

Information und Anmeldung der Eheschließung (früheres "Aufgebot")
Erkundigen Sie sich frühzeitig bei Ihrem Standesamt am Wohnort nach den erforderlichen Unterlagen, die Sie dort für die Anmeldung der Eheschließung vorlegen müssen. Sobald Sie alle "Heiratspapiere" besorgt haben, melden Sie die Eheschließung bei dem Standesamt an, in dessen Bezirk wenigstens einer von Ihnen einen Wohnsitz hat; unter mehreren hiernach zuständigen Standesämtern haben Sie die Wahl.

Bescheinigung der Anmeldung der Eheschließung und standesamtliche Ermächtigung
Veranlassen Sie Ihr zuständiges Standesamt auch, dass uns die Anmeldeunterlagen mit einer standesamtlichen Ermächtigung baldmöglichst zugesandt werden (spätestens zwei Wochen vor dem Eheschließungstermin).

Terminabsprache
Sobald uns die Anmeldung vorliegt, reservieren wir Ihnen gerne Ihren Wunschtermin.

Überprüfung der Unterlagen
Da der Standesbeamte, der die Trauung vollzieht, letztlich die rechtliche Verantwortung für die ordnungsgemäße Beurkundung der Eheschließung trägt, müssen wir Ihre Anmeldeunterlagen nochmals überprüfen. Wir bitten auch um Ihr Verständnis, wenn in Zweifelsfällen gelegentlich weitere Dokumente nachverlangt werden müssen.

Terminbestätigung und Gebühren
Nach erfolgter Überprüfung Ihrer Anmeldung der Eheschließung erhalten Sie von uns eine schriftliche Bestätigung mit der dann endgültigen Festlegung Ihres Eheschließungstermins.
Unabhängig von der Gebühr, die Sie beim Wohnsitzstandesamt für die Anmeldeformalitäten bezahlt haben, fällt auch eine Gebühr für die Eheschließung in Wilhelmshaven an (Überprüfung, Heiratsurkunden, Stammbuch usw.). Den genauen Betrag erfahren Sie mit der Terminbestätigung.

Heiratspapiere
Welche Unterlagen sind zur Anmeldung der Eheschließung erforderlich?
Je nach Familienstand, Staatsangehörigkeit und sonstigen persönlichen Umständen sind gesetzlich unterschiedliche Unterlagen vorgeschrieben.

In der Regel genügen folgende Unterlagen, wenn Sie beide noch nicht verheiratet waren bzw. noch keine eingetragene Lebenspartnerschaft begründet hatten, volljährig und Deutsche ohne Auslandsbezug sind:

Wenn Sie bereits verheiratet waren, beachten Sie bitte Folgendes:

In allen anderen Fällen, wenn Sie oder Ihr(e) Partner(in)

sollte zumindest einer der beiden Partner zur Auskunft persönlich bei uns vorsprechen. Sie erhalten dann eine umfassende Beratung, welche Unterlagen für Sie erforderlich sind und wie Sie diese beschaffen können. Wenn Sie verhindert sind, kann die Auskunft auch durch eine mit Ihren persönlichen Verhältnissen gut vertraute Person (Eltern, Geschwister usw.) eingeholt werden. Bereits vorhandene, auch ältere personenstandsrechtliche Dokumente und die Ausweise beider Partner sollten nach Möglichkeit zum Auskunftsgespräch mitgebracht werden. Wir bitten um Verständnis, dass bei der Vielzahl der Fallgestaltungen gerade mit Auslandsbezug keine Telefonberatung zu den Unterlagen, die Sie im Einzelfall benötigen, möglich ist.

Die Eheschließung kann frühestens sechs Monate (gesetzliche Frist) vor dem gewünschten Heiratstermin beim Standesamt angemeldet werden. Beim Standesamt Wilhelmshaven ist die Anmeldung der Eheschließung möglich, wenn Sie oder Ihr(e) Partner(in) mit Haupt- oder Nebenwohnung in Wilhelmshaven gemeldet sind. Sofern Sie mehrere Wohnsitze haben, können Sie wählen, bei welchem Standesamt Sie ihre Eheschließung anmelden.
 


Eheschließung mit ausländischen Partnern

Die Nordseestadt Wilhelmshaven ist auch in Heiratsangelegenheiten international. Bei nahezu jeder dritten Ehe, die hier geschlossen wird, besitzt mindestens ein Partner eine ausländische Nationalität.

Bevor aber zum Beispiel aus einer deutsch-türkischen Freundschaft eine dauerhafte Verbindung werden kann, sind leider viele rechtliche Fragen zu klären und eine Menge Papiere zu besorgen. Bei der Prüfung der sog. Ehefähigkeit (im Rechtssinne) von ausländischen Verlobten hat der Standesbeamte nämlich zusätzlich zu prüfen, ob sich aus dem jeweiligen Heimatrecht des ausländischen Partners nicht evtl. gesetzliche Ehehindernisse ergeben. Durch diese Prüfung soll auch vermieden werden, dass die in der Bundesrepublik geschlossene Ehe später im Heimatstaat der/des Verlobten möglicherweise nicht anerkannt wird.

Zur Zeit benötigen Staatsangehörige folgender Länder ein Zeugnis der zuständigen Behörde ihres Heimatstaates, dass der Eheschließung nach dem Recht dieses Staates kein Ehehindernis entgegensteht (Ehefähigkeitszeugnis):
Bulgarien, Dänemark, Finnland, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Japan, Kenia, Kroatien, Kuba, Liechtenstein, Luxemburg, Mosambik, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Serbien und Montenegro, Tansania, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn.
Welche Behörde dieses Dokument ausstellt, erfahren Sie bei den Konsulaten Ihres Heimatstaates oder - soweit uns entsprechende Informationen vorliegen - auch beim Standesamt.

Ausländische Antragsteller aus anderen Staaten (in denen keine Ehefähigkeitszeugnisse ausgestellt werden) bedürfen der Befreiung von der Beibringung des Ehefähigkeits-zeugnisses durch den Präsidenten des zuständigen Oberlandesgerichts (zuständig für den Standesamtsbezirk Wilhelmshaven ist das Oberlandesgericht Oldenburg).
Der Antrag an das Oberlandesgericht kann erst erfolgen, wenn die hierzu erforderlichen Dokumente und Nachweise im Original (z.B. über den Familienstand und die Identität des Antragstellers) vollständig beim Standesamt vorliegen.
Für fremdsprachige Urkunden sind grundsätzlich lückenlose Übersetzungen in die deutsche Sprache - gefertigt von einem im Bundesgebiet öffentlich bestellten und beeidigten Übersetzer - vorzulegen. Ausländische Urkunden bedürfen häufig auch einer Überbeglaubigung durch die zuständige ausländische Behörde (Apostille) oder die deutsche Auslandsvertretung im Heimatstaat (Legalisation). Bei einer Reihe von Staaten mit unzuverlässigem Urkundenwesen ist eine kostenpflichtige und zeitaufwendige Prüfung der Urkunden vor Ort auf Echtheit und inhaltliche Richtigkeit durchzuführen - siehe hierzu die Informationen des Auswärtigen Amtes über den internationalen Urkundenverkehr und die Legalisation von Urkunden.

Ausländische Scheidungsurteile sind auf die Gültigkeit für den deutschen Rechtsbereich zu prüfen und unter Umständen von der Landesjustizverwaltung förmlich anzuerkennen.

Bei dem für Sie zuständigen Standesamt an Ihrem Wohnsitz erhalten Sie ausführliche Informationen, welche "Heiratspapiere" in Ihrem Fall für die Anmeldung der Eheschließung und den Befreiungsantrag an das zuständige Oberlandesgericht erforderlich sind. Das Verfahren beim Oberlandesgericht ist kostenpflichtig - bei schwierigen Fällen bzw. fehlenden Nachweisen ist mit einer längeren Bearbeitungsdauer zu rechnen.
Ist der ausländische Partner nicht der deutschen Sprache mächtig, so ist auf jeden Fall ein Dolmetscher erforderlich.


Das „zweite Jawort“ (Namensrecht)

Die Qual der Namenswahl
Die Unterschrift der Frischverheirateten im Heiratsbuch des Standesbeamten zeigt eine wichtige Entscheidung des Ehepaares, z.B. die Entscheidung für einen gemeinsamen Familiennamen. Seit dem 1.4.1994 (Inkrafttreten des FamNamRG ) gilt ein neues Namensrecht in Deutschland. 

Die Ehegatten können bei der Eheschließung oder auch zu einem späteren Zeitpunkt (keine Frist) den Geburtsnamen des Mannes oder der Frau zum Ehenamen (gemeinsamen Familiennamen) bestimmen. Der Name aus einer früheren Ehe kann nicht zum Ehenamen bestimmt werden.

Die Ehenamensbestimmung ist unwiderruflich. Gemeinsame Kinder erhalten ebenfalls den Ehenamen der Eltern. Treffen sie keine Bestimmung (oder können sie sich nicht einigen), so behält jeder Ehegatte den von ihm zur Zeit der Eheschließung geführten Namen (getrennte Namensführung). 

Bei der Geburt eines Kindes muss bei getrennter Namensführung der Eltern eine Bestimmung getroffen werden, ob das Kind als Geburtsnamen den Namens des Vaters oder den Namen der Mutter erhalten soll. Diese Erklärung gilt dann auch für die weiteren Kinder.

Der Ehegatte, dessen Geburtsname nicht Ehename geworden ist, kann durch Erklärung dem Ehenamen seinen Geburtsnamen oder Familiennamen voranstellen oder anfügen und damit persönlich in der Ehe einen Doppelnamen führen (späterer Widerruf ist möglich).

Zusätzliche Wahlmöglichkeiten bestehen, soweit ein Ehegatte eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt. 

Beispiel:
Frau Elke Schnulzenreich, geb. Lieblich heiratet in zweiter Ehe Herrn Anton Hagestolz.
Wird bei der Heirat keine Namenserklärung abgegeben, behält jeder seinen bisherigen Namen, es bleibt also bei Schnulzenreich und Hagestolz. Falls das Paar später doch einen gemeinsamen Familiennamen führen möchte, kann nachträglich eine entsprechende Namensbestimmung beim Standesamt getroffen werden. Diese Erklärung muss öffentlich beglaubigt werden (persönliche Vorsprache erforderlich).
Zum Ehenamen kann „Lieblich" oder „Hagestolz" bestimmt werden. Der Name „Schnulzenreich" aus der Vorehe der Frau kann nicht ausgewählt werden.
Entscheidet sich unser Traumpaar zum Beispiel für den gemeinsamen Familiennamen „Hagestolz" (den erhalten dann auch die Kinder) , dann könnte die Ehefrau - sofern sie einen Doppelnamen führen möchte - unter folgenden Kombinationen wählen:

Der Göttergatte hätte natürlich auch die Möglichkeit, persönlich einen Doppelnamen (z.B. Hagestolz-Lieblich) zu führen, falls sich das Paar auf den Ehenamen „Lieblich" (Geburtsname der Frau) einigen würde.

Ihr
Standesamt Wilhelmshaven

 

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