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zurück Schulentwicklungsplanung

Die Stadt Wilhelmshaven hatte sich im Jahr 2006 entschlossen, die Grundschulstandorte im Stadtgebiet im Rahmen einer mittelfristigen Schulentwicklungsplanung neu zu ordnen. Hintergrund waren sinkende Schülerzahlen einerseits und zunehmende Anforderungen gerade an die Grundschule. Nur leistungsfähige, auf Dauer sicher zweizügige Schulen (jeweils 2 Klassen pro Jahrgang) in wohnortnaher Lage entsprechen diesen Anforderungen. Eine Ausnahme wurde durch die Politik beschlossen. Die Grundschule Sengwarden, im Westen der Stadt gelegen mit einem Schülerklientel aus Sengwarden, Fedderwarden und dem ländlichen Umland, wird auf Dauer nur einzügig geführt werden können.

In einer Arbeitsgruppe des Schulausschusses wurden Ergebnisse erzielt, die der Rat der Stadt am 18. Juli 2007 in einem Grundsatzbeschluss zusammengefasst hat.

Bis zu Beginn des Schuljahres 2010/2011 wurden sechs Grundschulen aufgehoben und ein neuer Standort in der Rheinstraße eingerichtet. Weiterhin wurden die beiden katholischen Grundschulen an einem Standort zusammengefasst.

In der Südstadt wurden die Grundschulen Allerstraße und Oldeoogeschule sowie in Heppens die Grundschule Kathrinenfeld zum Schuljahresende 2007/2008 aufgehoben. Zum Schuljahresbeginn 2008/2009 am 21. August öffnete die neue Grundschule Rheinstraße ihre Tore. Sie ist die Grundschule der Südstadt, erreichbar von Ost und West, groß genug für ein differenziertes Angebot, aber auch für Aktivitäten im Stadtteil.

Der Grundschule Mühlenweg wurde zum Schuljahr 2008/2009 zu 90 % der Einzugsbereich der ehemaligen Grundschule Kathrinenfeld zugeordnet.

Zum 1.8.2009 wurden die Grundschulen Neuende und Neuengroden geschlossen.
Der Einzugsbereich der Grundschule Neuende wurde an der Bismarckstraße / Oldenburger Straße geteilt und südlich davon der Grundschule Peterstraße, nördlich davon der Grundschule Wiesenhof zugeordnet.

Der Einzugsbereich der Grundschule Neuengroden wurde auf die Grundschulen Altengroden, Kirchreihe, Mühlenweg und Rüstersiel verteilt. Die Grundschule Altengroden wurde dadurch auf Zwei- bis Dreizügigkeit stabilisiert, lediglich einige wenige Straßen werden den Grundschulen Mühlenweg und Kirchreihe zugeordnet ( der Bereich südlich der Nordseestation ). Die Eltern aus dem Einzugsbereich der Ganztagsschule Rüstersiel haben die Möglichkeit, wahlweise die Ganztagsschule mit dem speziellen Angebot zu wählen. Wird dies nicht gewünscht, ist die Grundschule Altengroden die zuständige Grundschule.

Die Zusammenlegung der beiden katholischen Grundschulen Ansgarischule und Elisabethschule ist im Gegensatz zum Grundsatzbeschluss vom Juli 2007 erst zum 01.08.2010 erfolgt. Der hierfür erforderliche Ratsbeschluss wurde am 21.10.2009 gefasst. Der Einzugsbereich der Schule ist das gesamte Stadtgebiet. Die Bekenntnisschule in Trägerschaft der Stadt Wilhelmshaven führt ab dem 01.08.2011 den Namen Katholische Grundschule St. Martin.

Die Grundschule Albrechtstraße im Norden der Stadt ist zum Schuljahr 2010/2011 aufgehoben worden. Der Einzugsbereich wurde südlich der Preußenstraße der Grundschule Finkenburgschule, nördlich der Preußenstraße der Grundschule Voslapp zugeordnet. Die bestehenden Klassen werden im Klassenverband an der Grundschule Finkenburgschule zu Ende beschult.

Nach  Umsetzung der Ratsbeschlüsse und Genehmigung durch die Landesschulbehörde werden dann noch 13 Grundschulen durch den Schulträger Stadt Wilhelmshaven angeboten, davon eine teilweise gebundene Ganztags-Grundschule in Rüstersiel und eine offene Ganztags-Grundschule in Altengroden, die Grundschule Hafenschule mit dem Schulzweig für Integration und dem Förderschulzweig für körperliche und motorische Entwicklung sowie die Katholische Grundschule St. Martin.

Nach der Schulstrukturreform 2004 waren erhebliche Rückgänge bei den Anmeldezahlen der Hauptschulen zu verzeichnen. Die beiden Hauptschulstandorte Heppens und Bremer Straße waren aufgrund der räumlichen Nähe nicht weiter nebeneinander aufrecht zu erhalten. Beide Schulen hätten nur noch einzügig weiter geführt werden können. Der Rat der Stadt hat die Aufhebung der Hauptschule Heppens zum 1.8.2009 beschlossen. Die SchülerInnen der Hauptschule Heppens wurden in den Klassenverbünden am Standort der Hauptschule Bremer Straße zu Ende beschult.

Der Schulträger Stadt Wilhelmshaven bietet noch 2 Hauptschulen an: die Hauptschule Nogatstaße mit dem Schulzweig für Integration und den Förderschulzweig für körperliche und motorische Entwicklung im Stadtnorden und die Hauptschule Bremer Straße als offene Ganztagsschule in der Stadtmitte.

Die Förderschulen Wassserturmschule mit dem Schwerpunkt Lernen in der Stadtmitte und die Förderschule Herbartschule mit den Schwerpunkten Lernen und Sprache im Stadtnorden decken die erforderlichen Kapazitäten ab. Ab dem Schuljahr 2013 / 2014 werden keine SchülerInnen in Klasse 1 mehr eingeschult. Die Primarstufe wird somit innerhalb von 4 Jahren gesetzlich abgeschafft. Anmeldungen können dann nur noch ab Klasse 5 erfolgen.

Der Schulträger Stadt Wilhelmshaven hat bereits im Jahr 2000 die Weichen für die Zukunft des Realschulangebotes gestellt. Mit der Aufhebung der Helene-Lange-Schule werden seit dem 1.8.2001 in der Stadtmitte die Freiherr-vom-Stein-Schule und im Stadtnorden die Marion-Dönhoff-Schule vorgehalten. Die Marion-Dönhoff-Schule wird seit dem 1.8.2009 als offene Ganztagsschule geführt.

Die  Zusammenlegung der Gymnasien in städtischer Trägerschaft, Gymnasium am Mühlenweg und Käthe-Kollwitz-Gymnasium, wurde durch Ratsbeschluss vom 17. Juni 2009 beschlossen. Die Entscheidung über den Standort ist nach einem Architektenwettbewerb für den Bildungs-Campus Mühlenweg gefallen. Neben der Sanierung der Altgebäude werden zusätzlich 2 Anbauten und eine Sporthalle entstehen. Baubeginn ist der Mai 2011. Zum 1.8.2012 wurden die beiden Gymnasien organisatorisch zum „Neuen Gymnasium Wilhelmshaven“ zusammengelegt. Die räumliche Zusammenlegung am Standort Mühlenweg ist zum 1.8.2013 erfolgt. Das Gymnasium verfügt über 3 Schulgebäude, Mühlenweg 59, 63 und 65. Das NGW wird ab 1.8.2013 über alle Jahrgänge als Ganztagsschule geführt.

Die Integrierte Gesamtschule ist ein struktursicherer Bestandteil des schulischen Angebotes in der Stadt. Die IGS wird 6-zügig geführt. Ein Losverfahren zur Aufnahme an dieser Schule ist stets erforderlich. Die Prognose für die Zukunft sieht keine Änderung vor. Dies hat sich auch durch die Errichtung einer IGS in Friesland nicht geändert. 

Die bereits vor Jahren avisierte Campus-Lösung der beiden Berufsbildenden Schulen, Berufsbildende Schulen 1 und Berufsbildende Schulen Friedenstraße, ist am Standort Friedenstraße beabsichtigt. Einen offiziellen Ratsbeschluss wird es dazu noch geben. Aktuell  werden Raumplanungen in einer Projektgruppe erarbeitet. Neben den innerstädtischen Überlegungen des Schulträgers sind auch die Ergebnisse aus der Zusammenarbeit mit den Landkreisen Friesland und Wittmund zu einer Regionalisierung des Berufsbildenden Schulwesens mit einzubeziehen.

Der Rat der Stadt Wilhelmshaven hat am 13. Februar 2013 die Schulentwicklungsplanung für die Jahre 2013 – 2018 beschlossen. Der Ratsbeschluss lautet wie folgt:

1. Grundschulen

1.1 Es erfolgt keine Aufhebung der Grundschule Sengwarden zum 01.08.2013. Die GS Sengwarden wird weitergeführt, solange gesicherte einzügige Einschulungsjahrgänge das Angebot nachfragen. Konzepte für einen jahrgangsübergreifenden Unterricht werden nicht unterstützt.

1.2  Aufhebung der GS Kirchreihe zum 01.08.2014 und Zusammenlegung mit der GS Mühlenweg am Standort Schellingstraße 15.
Umzug der GS Mühlenweg in das Gebäude Schellingstraße 17, nach Sanierung zum 01.08.2015.

1.3  Aufhebung der GS Siebethsburg und GS Peterstraße und Zusammenführung in der „GS Stadtmitte“ im Gebäude Störtebekerstraße 49, nach Auszug der Förderschule und  Renovierung, zum 01.08.2018.

2. Förderschulen

2.1  Zusammenlegung der Förderschulen Wasserturmschule und Herbartschule am Standort Schellingstraße 15, nach erfolgter Sanierung, zum 01.08.2017.

3. Oberschule Stadtmitte

3.1 Organisatorische Zusammenlegung der RS Freiherr-vom-Stein-Schule und der HS Bremer Straße zum 01.08.2014

3.2 Räumliche Zusammenlegung der RS Freiherr-vom-Stein-Schule und der HS Bremer Straße am Standort Paul-Hug-Straße 43, sobald ein bedarfsgerechtes Raumprogramm erstellt ist und die finanziellen Voraussetzungen gegeben sind.
(„Die Fraktionen von SPD und CDU präferieren die räumliche Zusammenlegung am Standort Paul-Hug-Straße 43. Da mit diesem Beschluss keine Bereitstellung von Geldmitteln verbunden ist, sind die Fraktionen von SPD und CDU bereit, bei Vorlage einer entsprechenden Wirtschaftlichkeitsberechnung der Verwaltung ihre bisherige Position hinsichtlich des Standortes der „Oberschule Stadtmitte“ zu überprüfen.“)

4. Oberschule Nord

4.1 Organisatorische Zusammenlegung der Realschule Marion-Dönhoff-Schule und der Hauptschule Nogatstraße zur Oberschule Nord zum 01.08.2014, vorübergehende Beschulung an 2 Standorten.

4.2 Räumliche Zusammenlegung der Oberschule Nord an Standort Warthestraße/Salzastraße sobald ein bedarfsgerechtes Raumprogramm vorliegt und die finanziellen Voraussetzungen gegeben sind.

5. Berufsbildende Schulen

5.1. Organisatorische Zusammenlegung der Berufsbildenden Schulen 1 und Friedenstraße zu „Berufsbildenden Schulen Wilhelmshaven“ zum 01.08.2014.

5.2 Räumliche Zusammenlegung der Berufsbildenden Schulen 1 und Friedenstraße zu „Berufsbildenden Schulen Wilhelmshaven“ am Standort Friedenstraße, sobald dafür die finanziellen Voraussetzungen gegeben sind.

Die Stadt Wilhelmshaven reagiert damit auf die erkennbare demografische Entwicklung. Zugleich schafft sie mit leistungsfähigen und gut ausgestatteten Schulstandorten die Voraussetzungen für zeitgemäße pädagogische Angebote und insbesondere die inklusive Beschulung. Die zukünftige Flächennutzung an den Schulstandorten entspricht dem Gebot eines optimierten Flächen- bzw. Ressourceneinsatzes.

Der Rat der Stadt wird die erforderlichen Einzelbeschlüsse nach § 106 Nds. Schulgesetz jeweils im zeitlichen Zusammenhang mit den einzelnen Maßnahmen treffen. Die Änderung der Satzung über die Schulbezirke der Grundschulen ist durch Ratsbeschluss zu ändern.

 

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