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zurück Krisenstäbe üben gemeinsam den Notfall

Starkregen, Hochwasser, schwere Sturmböen und Sturmfluten: Das ist das Krisenszenario, das die Krisenstäbe der Stadt Wilhelmshaven, der Landkreise Friesland und Wesermarsch und der Polizeidirektion Oldenburg zu Beginn der gemeinsamen zweitägigen Stabsrahmenübung „Jadesturm 2017“ erwartete. Gemeinsam probten die Mitarbeiter den Ernstfall und bereiteten sich so auf einen möglichen Einsatz vor. Stadtbaurat Oliver Leinert machte sich bei einem Besuch vor Ort selbst ein Bild von der Übung und ließ sich vom Leiter des Wilhelmshavener Katastrophenschutzstabes, Michael Weiser, aus erster Hand informieren.

Um wetterbedingte Katastrophenszenarien und andere Katastrophenfälle effektiv bekämpfen und Schaden von der Bevölkerung abwenden zu können, sind regelmäßige Katastrophenschutzübungen unerlässlich. Hierzu sind die Stadt Wilhelmshaven wie auch die Landkreise Friesland und Wesermarsch als zuständige Katastrophenschutzbehörden gesetzlich verpflichtet.

Durch „Jadesturm 2017“ haben die Katastrophenschutzstäbe und die Polizeidirektion erstmalig gemeinsam geübt. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit und Kommunikation der verschiedenen Stäbe zu erproben und zu optimieren. Die Stäbe selbst agierten während der Übung realitätsgetreu in ihren jeweiligen Stabsräumen in Friesland, Brake und Wilhelmshaven bzw. in Oldenburg.

Im Verlauf der Übung forderten verschiedene Schadensbrennpunkte die Beteiligten heraus. Die Szenarien reichten von einfachen sturmbedingten Sachschäden unterschiedlichster Art über Gefahrgut- und Verkehrsunfälle, massiven Überflutungen von Straßen und Gebäuden, vom Hochwasser eingeschlossenen und zu evakuierenden Menschen und Tiere, bis hin zu Dünenabbrüchen, Deichschäden und Schiffshavarien - oftmals mit Verletzten. Ergänzt wurden diese Szenarien durch einen flächendeckenden Stromausfall und dem damit einhergehenden Ausfall von Versorgungseinrichtungen und Kommunikationsanlagen. Die zentrale Übungsleitung, die die komplette behördliche und zivile Außenwelt widerspiegelte, leitete den Stäben etwa 200 Einspielungen per E-Mail, Fax, Telefon und Funk zu, auf die die Stäbe reagieren mussten.

Stabsleiter Michael Weiser zeigte sich zufrieden mit der Leistung seines 34 Personen starken Teams. „Wir arbeiten erst seit wenigen Wochen in dieser Konstellation zusammen, neben erfahrenen Kräften haben wir auch eine ganze Reihe neuer Gesichter mit an Bord. Dass die Zusammenarbeit deswegen zum jetzigen Zeitpunkt bereits so gut funktioniert hat, ist bemerkenswert! Die Übung hat uns aufgezeigt, woran es aktuell noch hakt, und hat uns damit die Möglichkeit gegeben, uns noch besser auf den Ernstfall vorzubereiten.“ Dem schloss sich auch Oliver Leinert an: „Auf eine Krisensituation kann man sich nie zu 100 Prozent vorbereiten. Übungen unter realistischen Bedingungen leisten aber einen enorm wichtigen Beitrag für die Vorbereitung und Überprüfung des eigenen Leistungsstandes.“ Er sprach den Stabsmitgliedern seinen Dank für ihren Einsatz, aber vor allem auch für ihre Bereitschaft aus, sich in Krisensituationen zum Wohle der Bürger einbringen zu wollen.

Bild: Stabsleiter Michael Weiser (links) und Walter Menßen (Mitte), der die Übung als Beobachter begleitete, erläutern Stadtrat Oliver Leinert das Krisenszenario von „Jadesturm“.

 

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