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zurück Quecksilber löst Einsatz an der Jade Hochschule aus

Zerbrochene Behälter mit Quecksilber sorgten am Donnerstagnachmittag, 27. April, an der Jade Hochschule für einen Großeinsatz der Wilhelmshavener Feuerwehr. Das Quecksilber war nach derzeitiger Erkenntnis im Keller eines Gebäudeteils ausgetreten, nachdem der Messschrank, in dem es aufbewahrt wurde, aus bislang ungeklärter Ursache umgekippt war. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sperrten den betroffenen Bereich großräumig ab und banden das flüssige Quecksilber mit einem Spezialmittel ab. Unterstützung erhielt die Feuerwehr dabei vom ehemaligen Betriebsleiter von Chlor Atlantik, Stuart Cameron, der als Fachberater mit seinem profunden Wissen hinzugerufen wurde. Zum Einsatz kam auch die sogenannte Dekon-Komponente der Ortsfeuerwehr Bant-Heppens, in der sich die Atemschutzträger ihrer dekontaminierten Ausrüstung nach Verlassen der Einsatzstelle sicher entledigen konnten.

Während die Einsatzkräfte die ersten Maßnahmen einleiteten, wurden zwei Personen wegen Atemwegsbeschwerden ins nahegelegene Klinikum transportiert. Wie sich erst später herausstellte, hatten diese beiden Personen während der Arbeit im betroffenen Keller eines Gebäudeteils der Hochschule die ausgetretenen, giftigen Dämpfe eingeatmet und Spuren des flüssigen Stoffes an ihren Schuhen. Da dies jedoch zum Zeitpunkt ihres Transportes nicht bekannt war, konnten keine Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet werden. Deswegen musste auch die Notaufnahme des Klinikums dekontaminiert werden. Die Patientenversorgung wurde währenddessen durch das benachbarte Klinikum Sanderbusch sichergestellt.

Im Einsatz waren ein Löschzug der Berufsfeuerwehr der Stadt Wilhelmshaven, die MANV-Komponente der Ortsfeuerwehr Rüstringen (Anm.: MANV steht für Massenanfall von Verletzten), die Dekon-Komponente der Ortsfeuerwehr Bant-Heppens sowie der Gefahrgutzug der Stadt Wilhelmshaven, sechs Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug. Dem Stadtbrandschutz stellte währenddessen die Ortsfeuerwehr Sengwarden sicher.
 

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