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zurück Wagner sieht Wilhelmshaven auf einem guten Weg

Eine Zwei vor dem Komma: Der IHK-Standortatlas attestiert der Stadt Wilhelmshaven ein durchaus gutes Zeugnis. Mit einer Gesamtnote von 2,9 schneidet die Jadestadt zwar schlechter als das Oldenburger Land ab, liegt aber – in Schulnoten ausgedrückt – mit einer Zwei minus immer noch im „guten“ Bereich. „Uns ist klar, dass wir noch Luft nach oben haben – aber das verstehen wir als Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen“, zieht Oberbürgermeister Andreas Wagner ein Fazit. Er bedauert allerdings, dass die Vorteile, die die Stadt zweifelsohne bietet, seitens des IHK-Beirates nicht gewürdigt wurden. Die Nähe zu Hochschule und Wissenschaft, die gute Infrastruktur oder die überdurchschnittliche gute Breitbandanbindung sind aus seiner Sicht Standortvorteile, die nicht zu vernachlässigen sind. „Und an der Steigerung der Innenstadtattraktivität und an der Serviceorientierung der Verwaltung arbeiten wir bereits“, sagt Wagner mit Blick auf die einzelnen Ergebnisse des nun vorgestellten Standortatlasses.
„Wir haben in den vergangenen Jahren die Übernachtungszahlen deutlich steigern können – und damit gleich zweifach gepunktet. Zum einen haben von Jahr zu Jahr mehr Besucher Wilhelmshaven kennen und lieben gelernt, zum anderen haben viele Unternehmen aus dem touristischen Bereich davon profitiert. Höhere Übernachtungszahlen bedeuten beispielsweise immer auch mehr Aufkommen in den Hotels und Gastronomiebetrieben. Und auch der Einzelhandel profitiert von den Touristen.“ Der Oberbürgermeister sieht genau in diesem Bereich aber noch sehr viel weiteres Potenzial, das es in Zukunft auszuschöpfen gilt. „Wir können und müssen uns noch mehr auf den Tourismus ausrichten und stärker als Urlaubs- und Ausflugsort positionieren.“ Eine bereits vor einigen Jahren erstellte Studie zeigt nämlich, dass die Jadestadt bei Touristen einen guten Ruf genießt.
Allerdings zeigt diese Studie auch, dass das Image Wilhelmshavens von der eigenen Bevölkerung weniger gut wahrgenommen wird. „Als Bewohner setzt man sich mit seiner Heimat für gewöhnlich immer kritischer auseinander, als man es mit seinem Urlaubsort tut. Das ist prinzipiell positiv – denn es zeigt, dass man sich für sein Umfeld interessiert. Ich wünsche mir aber, dass die Wilhelmshavener generell etwas mehr Selbstbewusstsein für ihre Stadt entwickeln und sich nicht nur an den Problemen festhalten, sondern auch empfänglich für die zahlreichen positiven Entwicklungen der letzten Jahre sind.“ Als Beispiel nennt er die städtebauliche Entwicklung, etwa im Bereich der Südstadt. „Was sich hier entwickelt hat – und weiterhin entwickelt – ist ein Zeichen für den Aufschwung, den Wilhelmshaven erlebt: Die Sanierung zahlreicher gründerzeitlicher Häuser, die Ansiedlung junger kreativer Köpfe und innovativer Start-ups beweisen, wie viel hier möglich ist.“
Mit gut 190 Millionen Euro hat die Stadt Wilhelmshaven in den vergangenen fünf Jahren aber nicht nur in der Südstadt etwas bewegt, sondern auch massiv in Straßen, Wege, Brücken und Gebäude investiert, Schulen und Sportanlagen wurden modernisiert. Weitere Investitionen in Höhe von 81,7 Millionen Euro hat die Stadt inklusive ihrer Eigenbetriebe im Jahr 2017 vorgesehen. Auch im Bereich der Wirtschaftsförderung konnten in den zurückliegenden Jahren Erfolge verzeichnet werden, beispielsweise durch die Ansiedlung neuer Unternehmen wie dem Personaldienstleister JobBoom oder durch die Unterstützung bei der Suche nach Expansionsmöglichkeiten wie beim amerikanischen Kranbauer Manitowoc oder jüngst beim Autohaus Senger. „Die Impulse aus dem IHK-Standortatlas greifen wir gerne auf, wenn wir in den kommenden Wochen und Monaten über die Neuausrichtung unserer Wirtschaftsförderung diskutieren werden.“  Dabei legt er besonderen Wert darauf, nicht nur auf Wilhelmshaven, sondern auf die gesamte Region zu blicken: „Wenn es der Region gut geht, geht es auch den einzelnen Kommunen gut.“
Seine Wünsche an die IHK-Unternehmen hat Andreas Wagner bereits formuliert: „Wir brauchen starke Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber, die den jungen Menschen eine Perspektive aufzeigen und sie hier in der Region halten. Und wir brauchen starke Unternehmer, die selbstbewusst unsere Region nach außen tragen.“
 

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