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zurück Adalbertstraße/Friedrich-Wilhelm-Platz

Die Fortsetzung des Wilhelmshavener Parks nach Süden bildet der Grünzug Adalbertstraße/Friedrich-Wilhelm-Platz.
Um die Gestaltung der Adalbertstraße hatte sich Prinz Adalbert von Preußen persönlich bemüht. Als Vorbild diente die Berliner Straße "Unter den Linden".

Auf alten Stadtplänen von 1874 und 1880 war sie schon mit Bäumen und Gebäuden eingezeichnet. Markante Punkte waren das Stationsgebäude an der Nordseite, im Volksmund "Weißes Schloß" genannt, und die Garnisonkirche an der Südseite. Zu beiden Seiten waren neo-klassizistische Offiziershäuser geplant und auch ausgeführt worden. Von den Offiziershäusern überstanden nur drei den 2. Weltkrieg, auch das Stationsgebäude fiel 1944 dem Bombardement zum Opfer.

Dem Stationsgebäude gegenüber stand das Denkmal des französi-schen Admirals Coligny Straße und Platz bildeten eine gepflegte Anlage und dienten für Promenaden, Paraden und Platzkonzerte. Dort, wo die Adalbert-straße auf die Marktstraße stößt, errichtete die Marine dem Prinzen Adalbert 1882 ein Denkmal. Den südlichen Endpunkt der Adalbertstraße bildet der Friedrich-Wilhelm-Platz mit der Garnisonkirche. Ursprünglich war er nur eine Wiese. Zu Beginn der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts wurde mit der Ausgestaltung zu einer Parkanlage begonnen. Hier wuchs in drei Jahrzehnten Wilhelmshavens eigentlicher Marktplatz, deshalb heißt die Marktstraße auch so.

Er wurde der repräsentative Mittelpunkt der Stadt, dekoriert von Kunstobjekten und Statuen, umgeben von repräsentativen Orten:

Dass  Wilhelmshavens Marktplatz sich nicht zum Zentrum von Handel und Gewerbe entwickelte,  dass er sich sogar zum Park veränderte, lag wohl an seiner zu optimistisch angenommenen Größe - wie vieles in Wilhelmshaven auf Zuwachs gedacht, in der Erwartung von weiterem Marineausbau. Die preußischen Staatsgebäude besetzten alsbald den Platzrand. Für bürgerliche Bauten blieb kein Baugrundstück über.

Beide Grünanlagen erlitten während des 2. Weltkrieges schwere Schäden. Doch schon wenige Jahre nach Kriegsende begann die Stadt mit der Instandsetzung und Neugestaltung. Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde der Gleisstrang, der über den Friedrich-Wilhelm-Platz führte, das soge-nannte "Kaiser-Gleis", über das der Salonzug des Kaisers zu Stapelläufen oder sonstigen Besuchen in die "Kaiserliche Werft" fahren konnte, im Zuge der Bauarbeiten für die 4. Einfahrt entfernt.

Das Denkmal des Stadtgründers Kaiser Wilhelm I wurde im 2. Weltkrieg eingeschmolzen. Zur 100-Jahr-Feier der Stadt 1969 erhielt der Sockel eine reliefartige Plakette mit dem Kopf des Kaisers. Seit 1982 steht das Denkmal des "Werftarbeiters" an der Marktstraße dem Denkmal des Prinzen Adalbert gegenüber.

Zur 125-Jahr-Feier 1994 wurde die "Kaiser-Achse" mit dem Kandelaber, die von der Ebertstraße über den Platz zur Marktstraße und Adalbertstraße führt, nach historischem Vorbild wieder hergestellt, und im selben Jahr kam der Kaiser auf seinen Sockel zurück.


 

 

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